Das Dorf Poratz liegt fast genau im Mittelpunkt des „Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin„. Die unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiete sind von nationaler Bedeutung und bieten zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum.

Poratz geht in seinen Ursprüngen bis in das 11. Jahrhundert auf eine slawische Siedlung zurück. Mehrmals „wüst“ gefallen vor und nach dem Dreißigjährigen Krieg, wurde es im 18. Jahrhundert unter Friedrich dem Großen als Kolonistendorf mit 20 Hofstellen wieder lebendig. Viele der noch vorhandenen, einfachen Fachwerkgebäude gehen auf diese Zeit zurück.

Die großen Wälder der Umgebung boten eine Lebensgrundlage für Köhlerfamilien, die als Nebenerwerbsbauern kleine Höfe zur Selbstversorgung betrieben. Eine intensive Landwirtschaft ist bei den Sandböden in Poratz kaum möglich.

Zurzeit hat das Dorf mit seinen 22 Hofstellen etwa 30 ständige Bewohner; sieben Häuser werden als Wochenendgrundstücke genutzt.